Die Flutkatastrophe in Asien
Das Meer wird die Toten nicht mehr hergeben ....

Stephan Isenberg

© SoundWords, online seit: 30.12.2004, aktualisiert: 22.04.2022

Leitverse: Offenbarung 20,13-15

Off 20,13-15: Und das Meer gab die Toten, die in ihm waren, und der Tod und der Hades gaben die Toten, die in ihnen waren, und sie wurden gerichtet, jeder nach seinen Werken. Und der Tod und der Hades wurden in den Feuersee geworfen. Dies ist der zweite Tod, der Feuersee. Und wenn jemand nicht geschrieben gefunden wurde in dem Buch des Lebens, so wurde er in den Feuersee geworfen.

Einleitung

„Das Meer wird die Toten nicht mehr hergeben …“ – So oder ähnlich war es in den Nachrichten zu hören und zu lesen. Von der „schlimmsten Katastrophe nach dem Zweiten Weltkrieg“ – allein auf Deutschland bezogen – war zu hören, und dabei sind es vergleichsweise „nur“ ca. 1000 vermisste Deutsche, die zu beklagen sind. „Nur“ 1000 Menschen im Vergleich zu ca. 165.000 Menschen im gesamten Katastrophengebiet, aber dennoch: Jedes Menschenleben ist wertvoll, und jede der betroffenen Familien erlebt ihre persönliche Katastrophe. Jeder Einzelne hat eine lebendige Seele, die Unsterblichkeit besitzt. Wir sind tief berührt und zugleich schockiert über das Ausmaß der Katastrophe in Asien, und unser Gebet gilt den Angehörigen der vielen, vielen trauernden Menschen rund um den Globus.

Es ist schier unglaublich, wenn man die Bilder sieht und die Nachrichten hört. Man wird unweigerlich an die alten Geschichten der Bibel erinnert: an Noah und die Arche und wie die Menschheit vom Erdboden vertilgt wurde. Wir erinnern uns an den Auszug des Volkes Israel aus Ägypten, wo die ganze Heeresmacht Ägyptens im Roten Meer ertrank, weil Gott die Wasser wie Mauern auftürmte, damit sein Volk sicheren und trockenen Fußes hindurchziehen konnte. Man wird an die Endzeitreden des Herrn erinnert, wo von Katastrophen und vor allen Dingen von Erdbeben die Rede ist. Die Apokalypse des Johannes mit der Beschreibung unvorstellbarer Katastrophen sind auf einmal wieder so nah wie nie zuvor.

Wo war Gott?

Wir hören einmal mehr die Klagen und Rufe unserer Mitmenschen. Wo war Gott? Kann das ein Gott der Liebe sein? Aber machen Menschen, die immer dann nach Gott rufen und Ihn auf die Anklagebank setzen, wenn wieder einmal eine unvorstellbare Katastrophe eingetreten ist, es sich nicht etwas zu einfach? Wir fragen 363 Tage im Jahr nicht nach Gott und dann lässt Gott einmal eine derartige Katastrophe zu, dass die Menschen Ihm wenigstens einmal im Jahr (neben Weihnachten) zuhören oder wenigstens über Gott nachdenken und was tun wir? Wir schieben Gott die Schuld für diese Katastrophe in die Schuhe. Ob es in den Tagen Noahs war oder in den Tagen Moses oder in zukünftigen Tagen, wenn die prophezeiten Erdbeben eintreten, dann wird es Gericht bedeuten. Und wir zweifeln nicht daran, dass auch diese neuerliche Katastrophe ein Fingerzeig Gottes war und eine Art Gericht. Damit will ich keineswegs sagen, dass jene Menschen in den betroffenen Gebieten dieses Gericht mehr verdient hätten als andere – sicher nicht! Als in biblischen Tagen etliche Galiläer durch Pilatus umgebracht wurden oder der Turm zu Siloam stürzte und viele Menschen unter sich begrub, da sagte Jesus zu den Menschen:

  • Lk 13,1-4: Zu selbiger Zeit waren aber einige gegenwärtig, die ihm von den Galiläern berichteten, deren Blut Pilatus mit ihren Schlachtopfern vermischt hatte. Und er antwortete und sprach zu ihnen: Meinet ihr, dass diese Galiläer vor allen Galiläern Sünder waren, weil sie solches erlitten haben? Nein, sage ich euch, sondern wenn ihr nicht Buße tut, werdet ihr alle ebenso umkommen. Oder jene achtzehn, auf welche der Turm in Siloam fiel und sie tötete: Meinet ihr, dass sie vor allen Menschen, die in Jerusalem wohnen, Schuldner waren? Nein, sage ich euch, sondern wenn ihr nicht Buße tut, werdet ihr alle gleicherweise umkommen.

Sie fragen, warum denn ein Gericht? Warum sollte Gott denn zornig sein, dass Er solche Dinge zulässt? Nun, dass ist ja gerade die Katastrophe, dass wir nicht einmal mehr die Sprache verstehen, die Gott benutzt, um unsere verhärteten Herzen zu erreichen. Gott hat in einer einzigartigen Weise in diese Welt gesprochen – sehr sanft und ganz leise und in Liebe. Er hat „im Sohn geredet“, heißt es in Hebräerbrief Kapitel 1. Doch wer hat dieses gutgemeinte Reden Gottes gehört? Gottes Sohn – Jesus Christus – kam mit einer Botschaft des Friedens, mit der Botschaft der Liebe. Als Er geboren wurde, hieß es: „Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen.“ Er kam heilend und segnend, Er weinte mit den Traurigen, freute sich mit den sich Freuenden. Er nahm Anteil an unserem Leben – Er war greifbar da. Gott redete; und wer hörte auf diese sanfte und liebevolle Stimme?

Am Ende waren es von zwölf engen Freunden des Herrn Jesus nur noch elf, und selbst auf diese war kein Verlass, einer verleugnete Jesus, die anderen flohen, als es zu heiß und zu eng um diesen Jesus wurde. Am Ende war Jesus Christus, der nur Hass für seine Liebe empfing, ganz allein. „Übles Gesindel“ hatte Ihn umringt, zwei Räuber hingen jeweils rechts und links neben Ihm. Einer wendete sich in letzter Minute noch zu dem Mann in der Mitte, der andere ging unversöhnt in die Ewigkeit. Auf welcher Seite stehen Sie?

Denken Sie über Ihr Leben nach

Wenn Sie jetzt ihren Weihnachtsurlaub in Thailand oder auf den Malediven verbracht hätten und eines der Opfer gewesen gewesen wären – auf welcher Seite würden Sie Ihre Augen öffnen? Stehen Sie auf der Seite des Mannes von Golgatha? Haben Sie bereits in diesem Leben auf die sanfte, liebende Stimme Gottes gehört? Oder ist es gerade für Sie, dass Sie durch so eine Katastrophe, wie die in Asien, wach werden und endlich anfangen, über das Ende Ihres Lebens nachzudenken? Gott hat sicher keine Freude an dem Tod des Sünders, so heißt es in der Bibel, sondern Gott tut alles und benutzt vor allen Dingen alles, um Menschen zu sich zu ziehen.

In solchen Stunden ist es wirklich angesagt, über unser Leben nachzudenken, ob man nun überzeugter Christ ist oder noch nicht. Was ist mein Leben wert? Wofür habe ich bis jetzt gelebt? Wird sich davon etwas in der Ewigkeit wieder finden?

Hören wir noch, wenn Gott spricht?

Manchmal muss Gott auf diese laute Art und Weise zu uns Menschen reden. Er kommt bei der ganzen Unterhaltungsindustrie ja überhaupt nicht mehr durch. Er klopft bei uns an und wir hören Ihn einfach nicht. Viel zu laut sind die Fernseher und Stereoanlagen und viel zu blockiert sind unsere Augen und Herzen, weil Computerprogramme, Werbung, Internet und PC-Probleme oder dergleichen uns nicht mehr klar denken lassen. Lieber mal eine Stunde sinnlos surfen, als sich mal ruhig in die Ecke zu setzen und ein Buch zu lesen, das einen wirklich weiterbringen könnte. Wir kommen einfach nicht mehr zur Ruhe. Gott kommt nicht mehr durch zu uns. Und dabei hat Er alles gegeben, das Liebste, was Er hatte: seinen Sohn Jesus Christus. Mehr konnte Gott nicht geben. Die größte Suchaktion Gottes läuft seit fast 2000 Jahren; das lesen wir in Lukas 19,10:

  • Lk 19,10: Denn der Sohn des Menschen ist gekommen, zu suchen und zu erretten, was verloren ist.

Die Bibel sagt, dass die Sünde (böse Taten und Gedanken) eine Scheidung gemacht haben zwischen Gott und dem Menschen und dass diese Kluft unüberwindlich ist, wenn wir das Problem der Sünde nicht gelöst bekommen. Und weil wir Menschen dieses Problem nicht alleine lösen konnten, sandte Gott seinen Sohn, um die Lösung zu schaffen. Jesus Christus hat uns die ewige Erlösung erfunden (Heb 9,12), indem Er für uns am Kreuz von Golgatha starb, um die Kluft zwischen Gott und dem Menschen zu überwinden; Er bezahlte den höchsten Preis mit seinem Blut. Er wurde die Brücke, der Weg, auf dem wir gehen können und auf dem wir mit Sicherheit das Ziel erreichen werden. Jesus Christus sagt: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater, denn durch mich“ (Joh 14,6).

Machen Sie sich auf den Weg! Entscheiden Sie sich für Jesus Christus, ehe es zu spät ist. Für die Menschen in Asien kam jede Hilfe zu spät. Wie überraschend, wie plötzlich standen sie an der Kluft zur Ewigkeit, nur wenige Minuten, für manche nur wenige Sekunden. In diesen Minuten blieb kein Gedanke mehr daran: Ach hätte ich doch meine Sache mit Gott in Ordnung gebracht! – In der Bibel heißt es einmal: „Wenn sie sagen: Frieden und Sicherheit!, dann kommt ein plötzliches Verderben über sie“ (1Thes 5,3), das sagt die Bibel von den Geschehnissen in der Endzeit, aber sie treffen auf die Katastrophe in Asien ebenso zu. Es ist wichtig, sich in diesem Leben für Gott zu entscheiden und sein Sündenproblem zu lösen, damit wir am Ende unseres Lebens nicht an einer Kluft stehen, sondern an einer Brücke. Wir müssen uns in diesem Leben von Gott rufen lassen und an Ihn glauben, dann werden wir am Ende unseres Lebens nicht vor einem bodenlosem Abgrund stehen, sondern vor jener Brücke, die uns hin in das ewige Reich des Vaters aufnimmt. Dort wird ein Vater auf uns warten und uns in seinem Sohn entgegenkommen und sagen: „Komm herein mein Kind, ich freue mich, dich zu sehen, fühl dich ganz zu Hause.“ – Ein Ort unvorstellbarer Liebe und des vollkommenen Lichtes wird uns erwarten.

Das Meer gibt die Toten wieder her

Und wenn wir uns nicht in diesem Leben für Gott entscheiden? Dann wird das große Endgericht stattfinden, wovon in Offenbarung 20 die Rede ist. Dort werden dann alle Menschen vor dem Thron Gottes erscheinen und sich verantworten müssen und dann heißt es: „Und das Meer gab die Toten, die in ihm waren, und der Tod und der Hades gaben die Toten, die in ihm waren, und sie wurden gerichtet, ein jeder nach seinen Werken … und wenn jemand nicht geschrieben gefunden wurde in dem Buche des Lebens, so wurde er in den Feuersee geworfen.“

Also doch, es mag in den Medien berichtet worden sein, dass das Meer die Toten nicht wieder hergeben wird, aber die göttliche Offenbarung sagt es hier klar: „Und das Meer gab die Toten, die in ihm waren, und sie wurden gerichtet.“ Das ist das schreckliche Los eines jeden, der sich nicht in diesem Leben zu seinem Schöpfer wendet, seine Schuld einsieht und sie bekennt. Sicherlich ist der Feuersee ein bildlicher Ausdruck, aber was zeigt er uns an? Der Ort, an den diese Toten einst kommen, ist so schrecklich, wie es unvorstellbar schrecklich sein muss, ohne Ende die Qualen eines Aufenthalts in einem Feuersee erdulden zu müssen. Jesus Christus machte das bildlich deutlich, indem Er seinen Zuhörern von einem Ort erzählte, „wo der Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt“. Das ist wirklich die Hölle. Es mag sein, dass manche leichtfertig sagen, dass sie schon die Hölle auf Erden erlebt hätten, aber sie wissen nicht, was sie sagen. Würden sie nur fünf Minuten in der Hölle zugebracht haben und die Folgen gesehen haben, die die absolute Gottesferne mit sich bringt, dann würden sie dies nicht gesagt haben, egal, wie schlimm ihr Leben und wie wenig lebenswert dieses Leben auch gewesen sein mag.

Doch die großartige Botschaft ist, dass gerade für Menschen, die nur ein wenig lebenswertes Leben hier erlebt haben, die Chance da ist, doch die ganze Ewigkeit in ungetrübtem Glück mit Gott zu verbringen. Das ist nicht Opium für das Volk, wie Lenin meinte, sondern das, was Gottes Wort bezeugt.

Sie können sich im Meer bestatten oder verbrennen lassen oder durch eine Katastrophe in den Fluten umkommen – Gott wird Sie am Tag des Gerichtes finden, und Sie werden überrascht sein, wie lebendig Sie sind. Nur werden all jene, die nicht geglaubt haben, lebendig tot sein, aber es wird eine ewige Existenz sein. Jene jedoch, die geglaubt haben, werden Leben in Überfluss haben (Joh 10,10): Das ist wahrhaftig „ewiges Leben“. Ewig existieren wird jeder, aber es kommt auf die Qualität des Lebens an.

Lassen Sie sich versöhnen mit Gott. Er wartet schon so lange auf Sie.

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Hinweis der Redaktion:

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